Georg Oberlechner lebt in Wien und fotografiert seit über 10 Jahren. Er ist durch und durch Autodidakt und eines seiner Bilder zierte schon das Cover des Dig-Magazine. Nachts träumt er von einer Leica M6 in Schlangenleder und wie fast alle Fotografen ist er ein absoluter Technikfreak.
Wann und wie hat es bei Dir mit dem Fotografieren angefangen?
Vor einigen Jahren habe ich meine erste eigene Kamera geschenkt bekommen.
Ich war damals sehr technikbegeistert und fand das alles sehr faszinierend.
Wie bist Du zur BMX-Fotographie gekommen?
Ich habe vor ca. 6 Jahren begonnen meine Freunde während unserer Flatland-Sessions zu fotografieren. Mit dem entstandenen Material haben wir dann unsere ersten Homepages erstellt. Ich wünschte, ich hätte noch mehr Bilder aus dieser Zeit, haha.
Gibt es Fotographen, die Dich inspirieren?
Anfangs haben mich manche Reportage-FotografInnen sehr beeindruckt.
Beispielsweise Henri Cartier Bresson oder andere Magnum-Fotograf(inn)en.
Momentan interessiere ich mich besonders für Walter Niedermayer
oder für Arbeiten der Becher-Schüler wie Thomas Ruff oder Candida Höfer.
BMX-mäßig war ich zu Beginn ein großer Bewunderer der Fotos von Manu Sanz.
Es gibt heute einige gute BMX-Fotografen, aber trotzdem fällt es mir momentan etwas schwer, mich durch BMX-Fotografie inspirieren zu lassen.
Bist Du ein Autodidakt oder hast Du dich durch ein Studium etc. weitergebildet?
An sich bin ich Autodidakt, allerdings besuche ich seit knapp einem Jahr eine Klasse in Wien, jedoch weniger zur technischen Weiterbildung als zur Möglichkeit die Arbeiten mit anderen KolleInnen zu diskutieren. Mein Zugang zur Fotografie hat sich dadurch auf jeden Fall geändert und das ist ein spannender Prozess. Außerdem arbeite ich nebenbei als Fotoassistent. Da habe ich auf jeden Fall eine Menge dazugelernt.
Kannst Du vom Fotografieren Deinen Lebensunterhalt bestreiten?
Klar, letztens habe ich für ein Dig-Cover Wertpapiere in Millionenhöhe bekommen. Das zahlt sich aus.
Wie viele Bilder hast Du im letzten Jahr geschossen?
Hm, würde ich digital fotografieren, bräuchte ich jetzt nur auf irgendeine Indexnummer zu schauen. So kann ich das leider nicht beantworten, aber ich glaube ich war nicht faul.
Wenn man Deinen Fotokoffer öffnet, was findet man dort?
Bronica SQ-A mit ein paar Objektiven, Mamiya 7 mit ein paar Objektiven.
Eine handvoll Vivitar 285 und ein Norman 400B. Manchmal auch eine 4×5“ Laufbodenkamera oder eine FM2. Irgendwo liegt auch eine verstaubte Digitalkamera.
Stell Dir vor Du hättest zwei Stunden in Deinem favorisierten Fotoladen und alles ohne Bezahlung. Was würdest Du mitnehmen?
Nur die goldene Leica M6 mit Schlangenleder-Finish. Time to shine!
Zu welchen Orten hat Dich das Fotografieren schon gebracht?
Durch das Fotografieren bin ich schon an einige sehr schöne und auch spannende Orte gelangt. Dafür bin ich sehr dankbar und ich hoffe, dass die Reise noch andauern wird!
Wo würdest Du gern mal ein Photoshooting haben?
Es gibt so viele spannende Orte, die ich gerne noch besuchen möchte.
Wenn Du nur noch 5 Teile von Deinem Equipment verwenden dürftest, für welche Teile würdest Du dich entscheiden.
Mein Rad, mp3-Player, Flickzeug, FM2 und eine Rolle TriX.
12. Was müsste noch erfunden werden, um das Fotografieren zu optimieren?
Gefahrlose halluzinogene Drogen.
Welche Vor- und Nachteile hat für Dich die digitale Fotographie?
Ich möchte gar nicht probieren diesbezüglich rational zu argumentieren.
Jedem/Jeder das Seine/Ihre. Es gibt auf jeden Fall in beiden Medien Personen,
die großartige Arbeiten veröffentlichen.
Was fotografierst Du noch außer BMX?
Ich würde gerne mehr interessante Fotos von Menschen machen. Das stellt eine große Herausforderung für mich dar. Architektur und Raum reizt mich momentan auch sehr.
Was macht für Dich ein gutes Foto aus?
Ich finde es toll, wenn Mensch ein Foto über einen langen Zeitraum immer wieder ansehen kann, ohne dass es seine inspirierende Wirkung verliert.
Gibt es Tricks die Du besonders gerne fotografierst?
Bumpjumps und Tyregrabs.
Ist dir bei einem Shooting einmal etwas Wertvolles zu Bruch gegangen?
Da hatte ich bisher eher Glück. Immer wieder fährt jemand in einen Blitz, aber das ist leider kaum zu verhindern. Die Gefahr sehe ich eher in meiner eigenen Tollpatschigkeit, haha.
LINK: www.georgoberlechner.com






